Anämie

Autoimmunhämolytische Anämie

Die Symptome einer autoimmunhämolyischen Anämie sind die folgenden:

  • blasse Schleimhäute
  • Mattigkeit
  • Apathie
  • Fressunlust
  • Zerstörung der roten Blutkörperchen (nachweisbar durch Blutuntersuchung)

Die obigen Symptome können auch bei einer Vergiftung oder einer hämolytischen Anämie ohne autoimmunen Hintergrund auftreten, so dass durchaus eine Verwechsungsgefahr gegeben ist.

Bei der hämolytischen Anämie kommen andere Ursachen in Betracht wie z.B. Tumoren, eine Ehrlichiose- oder Leishmaniose-Infektion oder auch Vergiftungen. Bei einer Vergiftung wird in der Regel jedoch schnell der „Auslöser“ (z.B. Rattengift, Gartendünger…) gefunden.

Die Abgrenzung der hämolytischen Anämie von der Autoimmunhämolytischen Anämie erfolgt durch die Diagnosestellung.

Für die autoimmune Form werden i.d.R. der Coombs-Test und / oder der ANA-Test durchgeführt. Fallen diese Tests positiv aus, kann ein autoimmuner Grund für die Anämie nachgewiesen werden. Die Diagnose lautet dann Autoimmunhämolytische Anämie. Der Nachweis einer autoimmunhämolytischen Anämie über den Coombs- oder ANA-Test gelingt allerdings nicht immer. Wird jedoch keine andere Ursache für die Anämie gefunden, sollte man dennoch das Vorliegen einer autoimmunhämolytischen Anämie in Betracht ziehen.

Die autoimmunhämolytische Anämie kommt oft „wie angeflogen“ und nimmt sehr schnell einen dramatischen Verlauf. Kurz zuvor scheinbar gesunde Hunde bauen innerhalb weniger Stunden sichtbar ab, bis sie sich kaum noch auf den Beinen halten können. Hier ist schnelle Hilfe dringend erforderlich. Eine schnelle richtige Diagnose und entsprechende Behandlung können lebensrettend sein. Aus diesem Grunde empfehlen wir, den Tierarzt bei den obigen Symptomen auf die genetische Disposition der Kromfohrländer für Autoimmunerkrankungen hinzuweisen. Des Weiteren sollten die Hunde schnellstmöglich in einer Tierklinik vorgestellt werden, da oftmals eine stationäre Aufnahme unumgänglich ist.

Die autoimmunhämolytische Anämie tritt gelegentlich auch gemeinsam mit weiteren Symptomen im Zusammenhang mit der Autoimmunerkrankung Systemischer Lupus erythematosus (SLE) auf.

Für den Austausch mit anderen Hundebesitzern AI-kranker Hunde (auch Hunde mit AI-Symptomen und noch unklarer Diagnose) steht zudem unter dem Link http://www.carookee.de/forum/autoimmun ein von den Betreibern dieser Website betreutes nicht öffentliches Forum zur Verfügung.

Ein informatives Krankentagebuch eines betroffenen Kromfohrländers ist an dieser Stelle zu finden:

http://www.kromfohrlaender-andro.de/resources/Krankentagebuch+von+Andro+aktuell_bis+120902.pdf


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